Rainer Hatz ist stellvertretender Vorsitzender des NPD Kreisverband Nürnberg-Fürth. In seinem ersten Jahr, seit seiner Einberufung in den Kreisvorstand im Dezember 2019, hat sich einiges getan. Grund genug, ihm parallel zur Veröffentlichung unserer neuen Homepage ein paar Fragen zu stellen.

npd-nürnberg.com: Hallo Rainer, danke dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Stelle dich doch bitte den Lesern einmal vor.

Rainer Hatz: Ich bin gebürtiger Nürnberger. Seit 1985 Mitglied der NPD. Zur Zeit leite ich das Amt Öffentlichkeitsarbeit im Kreisverband Nürnberg/Fürth.

npd-nürnberg.com: Du hast im Sommer 2019 den Aktivistenstammtisch im Nürnberger Stadtteil Hasenbuck gegründet, wo Parteimitglieder und Sympathisanten unter anderem regelmäßig Flugblätter verteilen. Wie bist du auf diese Idee gekommen und warum hast du dir gerade den Hasenbuck als „Aktivistenstützpunkt“ ausgesucht?

Rainer Hatz: Die Idee ist nicht neu. Sie basiert auf dem in den 80ger Jahren von Jungen Nationalisten entwickelten Konzept der National befreiten Zonen. Es geht dabei unter anderem einfach darum, durch ständige Präsenz eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, um dem Zerrbild, dass die Lügenpresse von uns Nationaldemokraten macht, entgegenzuwirken.

Schutzzone-Streife am Hasenbuck.

npd-nürnberg.com: Etwa ein Jahr später haben wir die Verteilaktionen am Hasenbuck um eine Nachtstreife im selbigen Viertel erweitert, was der mittelfränkische Gewerkschaftsboss Stephan Doll zum Anlass nahm, sich darüber bei der Stadt Nürnberg auszuweinen, die wiederum bei  YouTube die Löschung unseres entsprechenden Videos beantragt hatte. Die lokale Medienhetze (wir berichteten) gegen die NPD Nürnberg ließ daraufhin nicht lange auf sich warten. Wie beurteilst du diesen Wirbel, welcher um ein Video unseres Kreisverbandes gemacht wurde?

Rainer Hatz: Die heftige Reaktion, die unsere Schutzzonen-Streife bei Herrn Doll und Genossen ausgelöst hat, ist geradezu entlarvend. Die Deutschland-Abschaffer möchten nicht, dass unsere Aktion Schule macht. Sie möchten nicht, dass mündige und verantwortungsvolle Bürger ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und handeln, wenn der Staat nicht mehr für Sicherheit und Ordnung sorgen kann oder will. Für uns ist die Hetze aus dieser politischen Ecke jedenfalls Ansporn genug, um mit unserem Schutzzonenprojekt, an dem sich übrigens jeder beteiligen kann, weiterzumachen.

npd-nürnberg.com: Kommen wir nun vom Aktivistenstammtisch zu den offiziellen Mitgliederversammlungen unseres Kreisverbands. Die KV-Versammlungen der NPD Nürnberg, die sonst immer monatlich stattfanden, fallen seit einem halben Jahr wegen den Corona-Auflagen aus. Normalerweise müsste jetzt auch die Jahreshauptversammlung stattfinden sowie der Landesparteitag der NPD Bayern, welcher ebenfalls wegen den Corona-Maßnahmen nicht stattfinden kann. Wann schätzt du, können wir uns wieder versammeln und wie erklärst du dir, dass die NPD im benachbarten Baden-Württemberg Ende Oktober ihren Landesparteitag abhalten konnte?

(v.l.) Rainer Hatz und Jens Janik.

Rainer Hatz: Die Herrschenden Eliten haben die sogenannte Corona Krise ausgenutzt um eine regelrechte Corona-Diktatur zu errichten. Kontaktverbote, Versammlungsverbote und jetzt sogar nächtliche Ausgangssperren. Das macht uns natürlich auch zu schaffen. Wann das alles wieder vorbei ist und wir uns wieder regelmäßig treffen können kann ich leider auch nicht sagen. Ich gehe davon aus, daß wir bis Mitte nächsten Jahres auf größere Treffen verzichten müssen. Das die Kameraden aus Ba-WÜ ihren Landesparteitag dieses Jahr noch durchführen konnten liegt an einer Vielzahl glücklicher Umstände.

npd-nürnberg.com: Gegen dich und Jens Janik wird wegen „Volksverhetzung“ ermittelt, weil ihr im Herbst 2019 eine bundesweite Plakat-Aktion unter dem Motto „Migration tötet“ nachgeholt habt. Wie siehst du der bevorstehenden Gerichtsverhandlung entgegen und beeinträchtigt dies für dich die Planung weiterer Aktionen?

Rainer Hatz: Ich sehe der Gerichtsverhandlung gelassen entgegen. Wir haben nichts weiter getan, als mit plakativen Worten auf ein Problem aufmerksam zu machen, dass der Bevölkerung diesen Landes ohnehin schon bekannt ist. Dass sich hier ein kleiner Staatsanwalt berufen fühlt, Anklage wegen Volksverhetzung zu erstatten, wirft ein bezeichnendes Licht auf den derzeitigen Zustand der Meinungsfreiheit in unserer Republik. Auf unsere politische Arbeit hat dieses Verfahren keinerlei Einfluss, wie die zahlreichen Aktivitäten und Aktionen, die wir in diesem Jahr getätigt haben, zeigen. Der politische Kampf für die Freiheit unseres Volkes geht unvermindert weiter.

Nürnberger Eigenproduktion: Flugblatt zum Thema Corona.

npd-nürnberg.com: Bist du als Zuständiger für die Öffentlichkeitsarbeit im KV Nürnberg-Fürth zufrieden mit der derzeitigen Medienarbeit bzw. mit den aktivistischen Projekten, oder siehst du diesbezüglich quantitativ oder vielleicht auch qualitativ noch Luft nach oben?

Rainer Hatz: Wir haben in diesem Jahr, vor allem was die Arbeit mit den neuen Medien betrifft, viel geleistet. Unsere Aktionen und die mediale Präsentation, durch das von uns ins Leben gerufene Videoformat „Nationalisten TV“, sind in Bayern einmalig. Wir haben zu allen wichtigen Themen, die die Menschen in diesem Jahr bewegt haben, Stellung bezogen. Ob es die Covid 19 Panemie und ihre fatalen Auswirkungen auf unsere Freiheitsrechte, die von den Medien aufgebauschte Black Lives Matter Hysterie, oder das Thema Islamisierung unseres Landes ging, wir waren immer am Ball. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Aktiven, die das ganze ermöglicht haben. Natürlich ist, was die Anzahl unserer Videobeiträge betrifft, noch etwas Luft nach Oben. Für mich ist es vor allem wichtig, dass in Zukunft die Vernetzung derer, die in diesem Bereich arbeiten vorankommt, damit wir unsere Schlagkraft erhöhen können.

npd-nürnberg.com: Könntest du dir auch vorstellen, für eine andere NPD-Funktion zu kandidieren, welche über die Grenzen der Metropolregion Nürnberg hinaus geht, wie z.B. ein Amt beim Landesverband Bayern?

Rainer Hatz: Wenn ich gebraucht werde, bin ich zur Stelle.

Rainer Hatz protestiert am Hauptbahnhof NBG, anlässlich des ermordeten Jungen in Frankfurt.

npd-nürnberg.com: Die kontroverse Debatte um eine mögliche Namensänderung der NPD nimmt mit der aktuellen Ausgabe der Deutschen Nachrichten wieder fahrt auf. Wie stehst du persönlich dazu? Macht deiner Meinung nach eine komplett neue Aufmachung unserer Partei Sinn, oder sollte man den 3 Buchstaben treu bleiben?

Rainer Hatz: Das lässt sich nicht so einfach beantworten. Ich bin nun schon seit 35 Jahren Mitglied dieser Partei und hänge natürlich emotional an diesen drei Buchstaben. Das Namenskürzel NPD ist eine bekannte, seit Jahrzehnten eingeführte Marke und es löst bei unseren Gegnern noch immer, zu Recht, heftige Reaktionen aus. Natürlich muss man als politische Bewegung auch immer auf der höhe der Zeit bleiben und ständig über neue effektive Strategien diskutieren. Da darf es auch keine Tabus geben. Für mich haben die „Reformer“ um den Parteivorsitzenden Frank Franz bisher noch keine konkreten Vorschläge gemacht. Weder wie der neue Name lauten soll, noch wie das neue Erscheinungsbild aussehen wird. Alles ist noch viel zu nebulös. Eines muss aber klar sein: An unserer Weltanschauung darf nicht gerüttelt werden. Wir dürfen uns nicht vom Medien gemachten Zeitgeist und Moden verbiegen lassen!

npd-nürnberg.com: Während die Nürnberger NPD überwiegend durch verschiedene Straßenaktionen ihren Stempel aufdrückt, führt der Münchner Kreisverband in der ortsansässigen Innenstadt seine Standkundgebungen durch. Andere Kreisverbände hingegen wirken teilweise orientierungslos, wenn nicht gar inaktiv. Wäre es deiner Meinung nach nicht sinnvoller, wenn man über den Landesvorstand einheitliche, aber dafür breiter gefächerte Aktionen koordinieren würde?

Rainer Hatz: Es gibt verschiedene Methoden um Öffentlichkeit herzustellen. Jeder Verband sollte vor Ort das tun, was er am besten kann. Es wäre natürlich wünschenswert, wenn diese Aktivitäten vom Landesvorstand einheitlicher und unter einem Motto koordiniert und begleitet würden. Stichwort Kampagnenfähigkeit.

npd-nürnberg.com: Danke für das Interview. Zum Abschluss zeigen wir denen, die dich noch nicht kennen, das Debüt-Video unseres diesjährig veröffentlichten Formats „Nationalisten TV“, bei dem du die Schuldigen der Corona-Krise durchleuchtest.

Video: